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Elefanten Training und Dressur

Geschichte:

Die Geschichte des Elefeantentrainings geht ungefähr 4 000 Jahre zurück, entwickelt wurde es im Hindu-Tal, wie die ältesten Malereien und Statuen dokumentieren. Überall in Südostasien waren die Traditionen des Fangens und Trainierens von wilden Elefanten verbreitet. In den meisten Fällen besassen reiche Könige die Elefanten, für den Krieg und aus Prestigegründen, die Elefantentrainer waren in speziellen Kasten formiert und wurden von übergeordneten Trainern in den Elefantenställen des Königs ausgebildet und überwacht und bildeten die Elefantenkavallerie. Zu dieser Zeit genossen die Elefantenbetreuer grosse Ehre und Ansehen. Die Tradition breitete sich langsam nach Westen aus.

Hannibal, der Kriegsherr aus Karthago, benutzte Kriegselefanten 264 vor Christus gegen die Römer und dann nochmals 262 v. Chr. auf Sizilien, 250 v. Chr. (28 Elefanten) in Palermo, Sizilien, 217 v. Chr. mussten 73 afrikanische Elefantem gegen asiatische Elefanten kämpfen (Krieg zwischen Ptolemaios IV-Anthiochus 11). Ungefähr zur Zeit Chr. Geb. wurden afrikanische Elefanten auch in Kriegen und in Arenen verwendet, aber es scheint, dass sie zu dieser Zeit nie "südlich der Sahara" trainiert worden sind, ausgenommen in Äthiopien und Somalia, wo berühmte Jagdstämme sehr geschickt mit Elefanten waren. Griechen und Römer hatten ständige Arenenzirkusse, und einen von den berühmteren Königin Hat-Shep-Sut von Ägypten. Unter den früheren Zoologischen Garten in Europa, nach dem Fall des römischen Reiches, befanden sich die Menagerien von Kaiser Karl dem Grossen in Aix-la-Chapelle, Niimegen und Ingelheim. 797 bekam er von Harun-al-Rashid einen Elefanten geschenkt. Dieser Elefant war der erste Elefant in Deutschland.

Aber bis ins späte 18. Jhdt. gab es so wenig Elefanten, dass Trainer kein Beruf im Westen wurde. Als Karl Hagenbeck in Hamburg (Deutschland), sich mit dem internationalen Handel von wilden und dressierten Tieren beschäftigte, entstand ein Bedarf für Leute, die sie trainieren und ihnen zu den neuen Besitzern folgen sollten. Die europäischen wurden von asiatischen Mahouts abgerichtet, oft aus Sri Lanka, und eine Mixtur zwischen asiatischen Mahouts und deutschen Pferdetrainern bildete den westlichen Elefantentrainer. Seit 100 Jahren haben die Cheftrainer des Hagenbeck Zoos in Hamburg (Deutschland), Elefantenpfleger von anderen Orten ausgebildet. Das Training besteht hauptsächlich aus einer Mixtur asiatischer Methoden und Cirkustraining, Das Elefantenhaus im Tierpark Hagenbeck wurde sehr lange als das "Mekka' für Elefantenpfleger in Europa betrachtet, und die Cheftrainer sind die Legenden in diesem Beruf. Auch ein kurzes Arbeiten im Cirkus Knie in der Schweiz wurde als nützlich betrachtet. Der Standard vom Umgang, Training und der allgemeinen Pflege von Elefanten war im Cirkus Knie immer sehr hoch, verglichen mit anderen Cirkussen und Zoos, und sie hatten immer die besten Trainer. So haben Hagenbeck und Knie und deren Cheftrainer viel für die Tradition des europäischen Elefantentrainings beigetragen. Ihre Namen und die ihrer Elefanten leben noch lange nach deren Tod und ihre Taten und ihr Wissen sind noch immer unter den Zoo-Belegschaften in Europa verbreitet. Berühmte Namen sind Joseph Haak, Fritz Thaisinger, Hugo Schmitt und Karl Kock, um einige wenige zu nennen. Ihr Wissen und ihre Erfahrung haben sich fast wie ein genetischer Stammbaum verbreitet, und ihre Nachfolger haben ein Netzwerk für junge Pfleger errichtet, so dass schliesslich der Meister des gegenwärtigen Meisters oder dessen Meister, von einem von ihnen ausgebildet wurde.

In Europa ist es üblich, dass man eine Tierpflegerschule durchlaufen hat oder ähnliches, was oft eine 3-jährige höhere Schule sein kann, die prakische Arbeit in Zoos, Safariparks oder ähnlichem umfasst. Als Tierpfleger kann man im Elefantenhaus eines Zoos über kurz oder lang arbeiten . Wenn man mit den Elefanten auf Dauer arbeitet, wird man von den älteren Pfleger trainiert.

Häufig ist ein Tierpfleger seiner neuen Arbeit sehr verbunden und er wird hauptberuflich Elefantenpfleger, reist immer zwischen Zoos und Safariparks umher, wo er auf andere Pfleger und neue Elefanten trifft. Sein oder ihr Haus füllt sich mit Elefanten aus verschiedenen Materialien, auf den Wänden, am Boden, im Bett, im Kühlfach, auf der Toilette, überall gibt es alte Bücher und Bilder, Gemälde, Steinstatuen und holzgeschnitzte Elefanten. Ferien werden meist in tropischen Ländern verbracht wie Thailand und Indien, wo Elefanten mit alten Methoden trainiert werden.

In den U.S.A. ist es häufiger, dass man auf der Uni Biologie, Zoologie oder ähnliches studiert hat, bevor man als Tierpfleger beginnt und dort gibt es auch eine Elefantenbetreuer-Schule. Vor einigen Jahren hat Herr Scott Riddle die Elefantenschule in den U.S. A. gegründet,wo man trainiert werden kann, auch als Neuling. Die Riddles-Schule basiert hauptsächlich auf den Cirkustrainings-Traditionen und unterscheidet sich von den indischen Techniken. Hier ist es möglich durch erfahrene Trainer angeleitet zu werden und man arbeitet aktiv mit Riddles Elefanten. Es gibt auch eine Ausbildung bezüglich Ernährung etc.

Der EMA (Elephant managers association-amerikanische Vereinigung von Elefantenpfleger und -Managers) kann jeder beitreten und deren Rundschreiben geben Ausbildung und Richtlinien für alle Aspekte dieses Berufes. In Europa bietet die EEKMA (European Elephant-Keeper and Managers Association / Verein der Elefantenpfleger und -Managers Europas) ähnliche Möglichkeiten. In den U. S.A. und in Europa gibt es jährlich 2-3 Tage Konferenzen, an denen jeder Pfleger teilnehmen kann.

Einige grundsätzliche Regeln:

Elefanten sind nicht die gelassenen, freundlichen Kreaturen, wie viele glauben. Sie sind natürlich auch nicht böse, sie folgen ganz einfach ihrem biologischen Muster, geformt von der Evolution. Das Geheimnis, ein guter Trainer zu werden ist, dieses Muster zu begreifen, und fähig zu sein, es auf einen selbst anzuwenden und auf die Elefanten, für die man verantwortlich ist.

Regel Nr. 1, bevor man irgend etwas probiert, ist, die volle Vorherrschaft zu haben, in derselben natürlichen Art, wie Elefanten von ihrem Leittier beherrscht werden, Respekt und Liebe in Kombination. Wenn ein Teil fehlt, kann irgendeine intelligente Person in Deiner Nähe eine Lebensversicherung für Dich unterzeichnen. Ohne Vertrauen wird man nichts erreichen. Ohne Respekt, und totalen allgemeinen Gehorsam, wird der Elefant eines Tages nicht mehr Deinem Kommando folgen, auch wenn er den gleichen Trick für jemand anderen tut, der besser mit einem positiven, aber strengen Sinn für Vorherrschaft ausgerüstet ist. Öffentlich einen Elefanten vorzuführen, den man nicht beherrscht, bedeutet, dass man absichtlich die Gesundheit und das Leben anderer riskiert.

Aber der Trainer, der die genaue Balance kennt, wird immer in der Lage sein, sicher zu arbeiten, wird selten attackiert werden und wird die Gesundheit der Elefanten erhalten. Da sich die Elefanten in einer unnatürlichen Umgebung befinden, mit begrenzten Möglichkeiten für Beschäftigung, um ihr natürliches Verhalten zu zeigen, muss der Pfleger eine alternative Beschäftigung anbieten. Der Pfleger muss dem Elefant dominieren, um eine Beschäftigung anzubieten. Priorität hat dabei die Sicherheit des Pflegers. Wenn ein Elefant ungehorsam ist, fehlt selten die Motivation diesen bestimmten Trick auszuführen, es ist vielmehr die mangelnde Beziehung zwischen Trainer und Tier, das erste Anzeichen einer Situation, die eines Tages mit Schmerz und Unfall enden kann. Ein Trainer mit langjähriger Erfahrung, wird innerhalb von Minuten eine solche Situation erfassen, wenn er einen erfolglosen Kollegen beobachtet, der mit einem Elefanten arbeitet, der im Begriff ist, auser Kontrolle zu geraten. Aber Laien und Beobachter tendieren dazu, den Ungehorsam oder die Agressivität des Elefanten, auf die jeweiligen verlangten Aufgaben zurückzuführen. Das führt zu genereller Kritik am Training, anstatt sich ein klares Bild zu verschaffen. Was immer die Leute glauben, 99% gelangweilter gefangener Elefantenkühe profitieren sowohl mental als auch physisch vom Training. Erwachsene Bullen zu trainieren, wird immer ein "Spaziergang auf Messers Schneide" sein . Wie man ein erfolgreicher Trainer wird, kann man schlecht in Worte fassen, man muss sich einige Jahre an einen erfahrerenen Trainer halten und diesen beobachten und "fühlen", um zu lernen was falsch oder richtig ist.

Es ist gefährlich mit Elefanten zu arbeiten, wenn man nicht richtig handelt. Richtig handeln heisst lernen, wie sie handeln und diesem System folgen. Sich wie ein Elefant zu benehmen, ist das Geheimnis. Vergiss die menschlichen Gefühle, unsere Definition von richtig oder falsch, folge den einfachen Regeln der Elefanten. Wenn man dies tut, ist es immer noch gefährlich, aber weniger riskant. Auf der Strasse zu gehen ist auch riskant, wo liegt also der Unterschied?

Auf der Strasse weiss man was passieren kann, welche Faktoren existieren, mit welchen Folgen. Man ist in der Lage, die Risken einzukalkulieren. Unerfahrene oder einfach gesagt schlechte Trainer kennen die Risiken nicht, wenn sie arbeiten.Wenn man ein erfahrener Trainer ist,kann man besser die Risiken einkalkulieren.

Heute gibt es drei Arten mit Elefanten zu arbeiten:

  • Off hand (Kein Kontakt überhaubt)
  • Protected contact (Geschützter Kontakt)
  • (freier Kontakt)
  • Off hand (weg aus der Hand) bedeutet ,der Elefant steht ist nicht dem Pfleger untergeordnet, man kann die Box und das Gehege nicht betreten (ohne Lebensgefahr) und arbeitet überhaupt nicht mit dem Elefant. Es ist nur scheinbar ein besserer Weg, die Elefanten zu pflegen. Ich vergleiche es damit, ein Pferd zu haben und nie wirklich davon Notiz zu nehmen. Oder eine Gruppe Kinder im Kindergarten in Empfang zu nehmen und diese niemals zu beschäftigen, disziplin zu halten oder die Kleineren zu beschützen oder ähnliches. Fusspflege und alle medizinischen Behandlungen etc. erfolgen nur unter Narkose.

    Protected contact-Geschützter Kontakt

    Geschützter Kontakt bedeutet, das man nie direkt die Elefanten-Box oder die Umzäunung betritt. Die Pflege, das Training und ähnliches wird auf Distanz gemacht . In diesem Fall sind die Risken limitiert, nicht völlig weg, wie auch immer. Viele Elefantenexperten meinen, dass diese Methode für Bullen gut ist, jedoch für Kühe nicht optimal. Es ist schwerer, diese Methode in Distanz dem Elefanten zu lernen.

    On-hand / Free contact (freier Kontakt)

    Das on-hand System basiert auf der 4 000 Jahre alten Tradition von der Alphatier Trainingstechnik. Der Trainer ist nicht nur Trainer, er ist Teil der Herde und er ist der Anführer der Herde, das Alphatier. Hier gibt es KEINE Alternative, wenn er versagt, passieren "Unfälle" Ich sehe heutzutage in Zoos vier klare Situationen:

  • 1. Wenn volle Vorherrschaft über die Elefanen besteht, gibt es keinen Zweifel, wer der Boss ist, man hat eine stabile Situation. Der Elefant gehorcht den Kommandos ohne sie in Frage zu stellen. Das bedeutet, dass der Trainer dem Elefanten mehr Freiheit geben kann, einschliesslich Spaziergänge ausserhalb der Umzäunung macht und den Elefanten allgemein besser anspornen kann. Die Elefantengruppe wird auch stabil sein, der Trainer wird kein schlechtes Benehmen zwischen den Elefanten in seiner Gegenwart dulden. Der Trainer ist auch in der Lage einen guten Standard bei der Huf- und Hautpflege zu halten und darauf achten, dass diese regelmässig eingehalten wird. Wenn der Elefant die Dominanz des Trainers akzeptiert, dann ist das Leben des Trainers nicht bedroht und er wird die Elefanten sehr selten bestrafen müssen. Sind alle in dieser Phase, wird man von aussen weniger Gewalt bemerken. Das bedeutet, dass er in der Anfangsphase eher hart sein musste, so dass die Elefanten eine klare Vorstellung bekamen und danach stellen sie das System nicht in Frage und werden positiv und gehorsam. Der Trainer muss seine Dominanz nicht mehr so oft unter Beweis stellen, so dass man ihn oberflächlich betrachtet als sanft arbeitend ansehen kann. Aber in Wahrheit weiss er sehr wohl, wann er die Elefanten bestrafen muss, wenn es angebracht ist . In einer solchen Situation wird er keine Sekunde warten, er wird sofort auf eine Provokation durch den Elefanten reagieren. Tatsächlich hat sich dieser Pfleger dem Verhalten der Elefanten angepasst und er arbeitet und denkt auf eine Weise, als wäre er ein Elefant . Dazu gehört viel Erfahrung und Intuition, man kann es schwer aus Büchem lernen oder als Schüler. Um diese Fähigkeit zu erlangen, gibt's fast nur einen Weg: mehrere Jahre neben einem guten Trainer arbeiten, beobachten und nachahmen. Erst nach einigen Jahren kann man dort sein. (Weil Elefanten Herdentiere sind, und das Matriarchat vorherrscht, ist dies in der Tat, die natürlichste Situation in Gefangenschaft)
  • 2. Der Trainer arbeitet falsch, er hat sich selbst und den Elefanten nicht gezeigt, wer der Boss ist, und dominiert die Elefanten nicht 100%. Das bedeutet, dass er eine fragwürdige Situation geschaffen hat. Entweder hat er Probleme mit dem harten Zugriff, den die Tiere brauchen, oder er hat nicht die richtige Mentalität. Dieser Pfleger hat nicht 100%-ige Kontrolle erreicht und er kann schliesslich den Angriff des Elefanten provozieren. Die soziale Atmosphäre zwischen den Elefanten ist angespannt. Dieser Pfleger wandelt auf "Messer's Schneide". Die Elefanten sind in weniger guter Verfassung, sie werden selten ausreichend trainiert und die Herde wird instabil sein. Die letzten Elefanten in der Rangordnung haben eine schwierige Situation. Dieser Pfleger, der wirklich ein Problem hat, die Elefanten richtig zu beherrschen, pendelt zwischen "sanftem Burschen" und einem, der verzweifelt Ordnung zu halten versucht.Über ihn beschwert man sich oft, weil er die Elefanten nicht im Griff hat oder er ist übertrieben hart und benutzt den Haken zu oft. Leider kommt diese Situation in den Zoos der Welt häufiger vor, als die Situation
  • 3. Der Trainer hat die Phase 2 noch nicht erreicht, vielleicht glaubt er nicht an körperliche Bestrafung, und versucht mit den Elefanten nach "ihren Bedigungen" zu arbeiten, mit sehr sanften Mitteln. Die Elefanten können in dieser Situation für eine Weile parieren und plötzlich nicht mehr. Sie werden langsam in die zweite Phase kommen oder noch häufiger kann ein Unfall passieren. Eines Tages wollen die Elefanten nicht gehorchen. An einem kalten Herbstmorgen wollen sie den Trainer nicht mehr in ihrer Nähe haben. An einem sonnigen Tag, wenn sie in "Hitze" sind und eine geringfügig höheren Testosteronspiegel haben, beschliessen sie, etwas dagegen zu tun und sie werden ihren natürlichen Instinkten folgen, sie werden mit Rüssel und Stim attackiern, versuchen den Pfleger auf die Erde zu schleudern. Und in der Regel geht das sehr plötzlich und offiziell wird dies als Unfall betrachtet werden. Danach wird das System in Frage gestellt werden, und anstatt sich darüber klar zu sein, dass der Trainer nicht in einer sehr professionellen Weise gearbeitet hat, wird dem System die Schuld gegeben und eventuell wird der Zoo beginnen , die off hand Methode zu benutzen. Am Ende werden immer die Elefanten die Verlierer sein und mit schlechten Bedingungen enden. Gelangweilt, mit schlechterer Verfassung von Haut und Huf und die soziale Atmosphäre in der Gruppe wird vom Leitelefanten abhängen. Wenn sie böse ist, werden die letzten Elefanten durch die Hölle gehen. Oberflächlich mag dies gut klingen, aber es zeigt selten gute Resultate. Für den Besucher mag es oberflächlich gut klingen. Elefanten werden als potentiell sehr gefährliche Tiere eingestuft. Wenn man mit ihnen richtig arbeitet, geht alles glatt und jeder ist glücklich. Wenn nicht, braucht man nur auf den "Unfall" warten. Ein erfahrener Trainer, der auf Besuch ist, kann sich innerhalb eines Tages ein klares Bild machen, er kann dann sagen, dass innerhalb von zwei Jahren etwas passieren wird. Aber er wird selten die Chance haben, dies den Leuten klarzumachen, die im Zoo die Entscheidungen treffen.
  • 4.Arbeit mit Bullen
  • Schliesslich kommt die Situation, wo man mit einem Elefantenbullen arbeiten muss. Wenn Bullen erwachsen werden, kommen sie jedes Jahr in einen Zustand, genannt Musth. Diese dauert oft nicht ganz einen Monat, wenn ihr Testosteronspiel hoch ist, und die Chance attackiert zu werden ist vielleicht 10 x so hoch. Die ganze Idee der Musth ist, Innzucht innerhalb der Art zu verhindern. Die Musth kann mit der"Brunft" oder männlichen Hitze bei Hirscharten verglichen werden, die jedes Jahr auftreten. Wenn es keine Musth gäbe, würde sich nur der grösste Bulle fortpflanzen. Ein wilder Bulle wird sich während der Musth paaren, aber weniger fressen und am Ende wird sich seine Kondition verschlechtern. Ein kleiner Bulle in Musth wird dann in der Lage sein, zu "übermehmen". Man sagt, dass für jeden Bullen in Gefangenschaft ein Trainer gestorben ist. Ein anderer Blickwinkel der Bullenhaltung ist, dass Bullen niemals einer Herde oder einem Leittier folgen. Sie sind in der Tat Einzelgänger, die in der Herde nur zu Gast sind, wenn eine Kuh in Hitze ist. Sie gehören nicht zur Gruppe, haben keinen Anführer und sie verteidigen keine Elefantenkuh. Wenn sie auf andere männliche Exemplare treffen, klären sie nur, wer der Stärkere ist, und der Stärkere jagt den Schwächeren davon. So ist es für Bullen unnatürlich, einem Anführer zu folgen und sie werden schliesslich immer versuchen, selbst der Anführer zu werden, was sie in den meisten Fällen erreichen werden. Es gibt leichte Unterschiede zwischen asiatischen und westlichen Bedingungen, die ich nur erwähnen, aber nicht ausführlich beschreiben werde. Aber es ist Tatsache, dass die Mahouts in Asien viele Jahre mit erwachsenen Bullen arbeiten können. In den meisten Fällen gibt es eine Gruppe von Leuten, ein Camp, einen Klan, eine Kaste, die die Erfahrung mit Elefanten unter sich teilen, und die Mahouts wachsen mit den Elefanten von den frühesten Jahren an auf. Wenn Probleme entstehen, lasten sie nicht auf den Schultern eines Einzelnen, es gibt ein Kollektiv, das die Kompetenz zur Problemlösung teilt. Man ist nie allein!

    Unfälle

    Wenn Elefanten einen Trainer im Zoo oder im Cirkus attackieren, wird dies als "Unfall" betrachtet. Nach meiner Meinung gibt es keine Unfälle. Es gibt nur eine richtige und falsche Art zu arbeiten. So wie man mit Kobraschlangen arbeitet und gebissen wird, hat man etwas falsch gemacht. Man wusste, dass sie giftig sind und man wusste, dass sie sich verteidigen werden, indem sie einen beissen. Wie kann man das als "Unfall" bezeichnen? Man hat etwas falsch gemacht, so einfach ist das. Es gibt nur wenige gute Trainer und es ist schwierig, gutes Personal zu bekommen. Neue Trainer rnüssen oft viele Jahre geschult werden und sie haben selten Gelegenheit, dies in einer entspannten Situation zu tun, es gibt immer die Forderung, dass sie so schnell wie möglich in der Lage sein sollen, selbständig zu arbeiten.

    Training Afrikanischer gegenüber Asiatischen Elefanten

    In der Vergangenheit gab es viel mehr asiatische Elefanten in Gefangenschaft, als afrikanische. Seit 1977 ist es schwierig, Elefanten aus Asien zu importieren. Es gibt eine Tendenz, anstatt der asiatischen Elefanten, kauft man afrikanische Elefanten zum halben Preis.

    Es ist leichter, mit asiatischen Elefanten zu arbeiten. Manchmal wird der Vergleich gemacht, dass asiatische wie Kaltblut-Arbeitspferde sind, und afrikanische wie Araber, schneller und nervöser. Der Unterschied zwischen den einzelnen Exemplaren und den Altersstufen ist aber tatsächlich grösser, als der zwischen den Arten.

    EINIGE BEISPIELE FÜRS TRAINING

    Eines der schwierigsten Dinge ist geduldig zu sein und sich nicht zu beeilen. Einmal brachte ich einem Elefanten bei, auf einem Objekt zu sitzen. Viele Laien nehmen an, dass der Elefant in dieser Situation Schmerz oder Scham empfindet. (Elefanten kennen keine Scham, nur Langeweile, Aufregung, ok oder Wehtun, wenn man verschiedene klassische Tricks betrachtet) Ich nahm an, dass ich es sehr schnell erzwingen konnte, praktisch in 2 Stunden. Ich schaffte es nicht. Es dauerte eine Woche, ich nutzte immer die beste Gelegenheit, wenn der Elefant mich suchte, um mental angeregt zu werden und wenn ich erfolgreich war, stoppte ich immer auf halbem Weg. Wenn der Elefant am besten war und so nahe an der nächsten Erfolgsstufe. So war es leicht, sofort den nächsten Schritt zu tun. Aber ich tat es nicht. Ich veranschlagte eine Woche und benutzte einen grossen Klotz, der immer innerhalb der Umzäunung lag. Die Elefantenkuh hatte in diesem Sommer eine so positive Beziehung zu dem Klotz, dass sie freiwillig mehrmals am Tag für einige Minuten auf dem Klotz sass, ohne das ein Mensch in Sicht war. Vier Jahre später liess ich die Nummer sein, nachdem ich vom Publikum gehört hatte:

  • Schau den armen Elefanten an, sie muss sitzen.
  • Einen Elefanten zum Clown zu machen, hasse ich.
  • Da diese spezielle Position für die Zuschauer Ähnlichkeit mit der menschlichen Art zu sitzen hatte, beschloss ich damit aufzuhören, obwohl dies der Teil war, den sie am schnellsten und leichtesten ausführen konnte. Für einige Jahre hatte sie im Winter freien Zugang zu diesem Postament und sie sass manchmal darauf, sehr stolz, bis sie einen Ersatz fand. Ich befahl ihr nicht einmal zu sitzen, Sie mochte es tatsächlich. Mit einem Kunststück erfolgreich zu sein, ist eine Frage des richtigen Zeitpunkts, des richtigen Elefanten, der eigenen guten Verfassung und man soll keine Eile, sondern selbst Spass daran haben. Und der Elefant wird es genauso empfinden.

    DEN ELEFANTEN LEHREN AUF KOMMANDO ETWAS ZU FASSEN

    Schritt 1:
    Elefanten haben einen natürlichen Hang, Sachen mit ihrem Rüssel zu ergreifen. Sich dieser natürlichen Motivation zu bedienen, kann das Lernen sehr beschleuningen. Wie auch immer, wenn man die volle Aufmerksamtkeit des Elefanten hat, spielt man mit etwas stockähnlichem vor dem Rüssel Wenn nötig, gibt man den Stock in den Rüssel. Sobald ihn der Elefant ergreift, gibt man das verbale Kommando für"festhalten" (was der Elefant in diesem Stadium zwar hört, aber nicht begreift) und gibt ihm etwas Süsses oder ein Stück Brot. Sofort, wenn der Elefant den Griff lockert, um das Süsse zu erreichen gibt man das Kommando für "loslassen'. Nach kurzer Zeit sollte der Elefant in der Lage sein, auf Kommando zu fassen und loszulassen, und man sollte ihm die Süssigkeit am Ende geben.(dauert ungefähr einen Tag. In den meisten Fällen ist es gut nichts zu übereilen, eher aufzuhören, wenn's halbwegs funktioniert und man Lust hat, es noch zu verbessern. Sei geduldig!)

    Schritt 2: Bring den Elefanten dazu, ein Objekt für eine lange Zeit etwas zu halten:

    Achte, dass der Elefant den Gegenstand so lange hält, bis Du nicht das Kommando zum loslassen gibst. Wechsel die Gegenstände, die Umgebung, den Pfleger, mach sicher, dass der Elefant alles so lange hält, wie Du willst. Gib ihm nur ab'und zu eine Süssigkeit, nach Beendigung des Trainings.

    Schritt 3:
    Lass den Elefanten den Stock halten und sich bewegen, allen Deinen Bewegungen folgend, immer den Stock haltend. Benutze einen Stock oder Elefantenhaken, wenn der Elefant herumgeht. Befehle ihm "Fest halten" und bewege Dich. Der Elefant sollte Dir folgen und kann was Süsses im Maul haben, wenn er Dir folgt, aber darf den Stock nicht verlieren, solange Du es ihm nicht kommandierst.

    WIE MAN EINEM ELEFANTEN BEIBRINGT, DEN SCHWANZ EINES ANDEREN MIT SEINEM RÜSSEL ZU HALTEN

    Schritt 1: Nimm 2 Elefanten und...'
    (2 Elefanten sind involviert, einer mit dem Rüssel, einer mit dem Schwanz. Dem mit dem Schwanz muss beigebracht werden, es zu dulden, was meistens der schwierigste Moment ist, sie fühlen sich unsicher. Wilde Elfanten können während Kämpfen den Schwanz des anderen, zerstören, zerkauen). Variiere die Rolle der beteiligten Elefanten, so dass sich beide an beide Rollen gewöhnen. (Es spart Zeit, wenn Elefanten mit anderen im Kreise gehen). Wähle 2 Tiere aus, die Freund sind und nicht womöglich Feinde)

    Schritt 2:
    Lehre den Elefanten, dass er es Protestiert, dass jemand seinen Schwanz hält. Wenn der Elefant ruhig ist und Dir vertraut, halte seinen Schwanz in der Hand, gib das Kommando "Tail fest" für 1 Sekunde. Lass los und gib ihm eine Süssigkeit. Fahre fort, bis der Elefant verlässlich ist und Ruhe und vertrauen hat, sogar wenn Du seinen Schwanz mit beständigem Griff hältst. Der Elefant sollte in diesem Stadium aufgehört haben den Schwanz überhaupt zu bewegen. (Nun wären 2 Trainer gut).

    Schritt 3:
    Lehre den "Schwanz"-Elefanten geben, während jemand seinen Schwanz hält. Ein Trainer hält den Schwanz, während ein anderer den Befehl gibt, vorwärts zu gehen und gib dem Elefanten gelegentlich Süssigkeiten. Mach das solange, bis der Elefant keine Notiz mehr davon nimmt, während er geht. Wechsle die Trainer, wechsle die Umgebung. Gib ihm am Ende nur dann Süssigkeiten, wenn das Training komplett ist.

    Schritt 4.
    Sei zuerst sicher, dass die Elefanten gewohnt sind, für eine Weile in derselben Schlinge zu gehen, also nicht herumspaziere sondern eine vorher bestimmte Richtung einhalten, die beide kennen. Nimm den Schwanz des einen in die Hand und halte ihn dem"Rüssel"-Elefanten hin, befehle diesem "Tail fest" (neuer Befehl) (währenddessen der andere Trainer den "Schwanz" elefanten beruhigt und ihm etwas Süsses gibt.). Befehle nach 1 oder 2 Sekunden, wieder auszulassen und gib beiden Elefanten ein gutes Gefühl während der Aufgabe. Op es geht slecht (Schwanzelefant hat angst oder russelelefant möchte nicht der schwanz fest halten, probieren mit ein 20 cm seile das ist fast geknotet am der schwanzelefant, und lass der russelelefant in diesem fremde teil fest halten.

    Abkurzen langsam das eile schritt fur schritt in ein ar wochen bis es klappt besser.

    Schritt 5: Wiederhole, gibt Süsses, gibt Süsseswiederhole
    Für alle Zeit, lass den "Rüssel"-Elefanten länger halten. Mach sicher, dass er nicht loslässt, bevor er das Kommando erhält. Wenn der "Schwanz"-Elefant" sich nicht wohl fühlt, versuche die Elefanten zu wechseln. Wenn sie reibungslos arbeiten, befiehl dem "Schwanz"-elefanten vorwärts zu gehen, und versichere Dich, dass der "Schwanz'-Elefant nicht loslässt. Wenn der Schwanz nach hinten gestreckt ist und der Rüssel des anderen lang und gespannt ist, befiehl ihm immer wieder"Halte, halte, halte". Wenn der"Schwanz'-Elefant es schafft, einen oder zwei Schritte zu tun befiehl dem vorderen mit dem Gehen aufzuhören und dem hinteren, den Schwanz auszulassen, gib beiden Süssigkeiten.

    Schritt 6: Wiederhole
    Beginne den "Rüssel"-Elefanten dazu zu bringen, den Schwanz des anderen zu halten ohne dass Du in der Nähe bist. Bringe den Elefanten auf Distanz dazu, den Schwanz zu halten und ihn auf Befehl loszulassen. Befiehl den Elefanten in einem vorher bestimmten Kreis zu gehen, wobei der eine den Schwanz des anderen hält.



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