Motty, die kreuzung
Loxodonta africana x Elephas maximus
Der asiatische Elefant Elephas maximus und der afrikanische Elefant, Loxodonta africana werden nicht nur als verschiedene Arten betrachtet, sondern sie gehören auch zu verschiedenen Gattungen. Kreuzungen zwischen 2 Individuen, die zur selben Gattung, aber zu unterschiedlichen Arten gehören, sind meistens unfruchtbar, wie der Maulesel, während eine Kreuzung zwischen 2 Gattungen als unmöglich betrachtet wurde.
Als die asiatische Elefantenkuh "Sheba" im Chester Zoo in England, 1978 ein Kalb vom afrikanischen Elefantenbullen "Jumbolino" gebar, waren die Wisseschhafter verwirrt. Das Personal hatte mehrer Paarungen zwischen den Elefanten beobachtet, aber weil eine Kreuzung unmöglich schien, erwartete niemand eine Geburt.Das Bullenkalb, genannt Motty, hatte die Wangen eines afrikanischen Elefanten, ebenso die Ohren und den Nacken, während die Anzahl der Nägel (5 vorn, 4 hinten) und der einzelne Rüsselfinger der eines asiatischen war. Dieser sensationelle Elefant starb 2 Wochen nach der Geburt. Er war eine Frühgeburt und Motty hatte Magenprobleme.
Mottys geburt
Dr. Derek Lyon war der diensthabende Tierarzt während Motty's Geburt im Chester Zoo. Das ist seine Geschichte von diesem Ereignis.
" Ich hoffe. daß sie folgendes interessant finden, zumal einige Leute glauben, daß unsere Kreuzung niemals stattgefunden hat! Glauben Sie mir, es hat sich ereignet. Hier ein kurzes Resume. Die Mutter"Sheba" kam am 13.2.65 in den Chester Zoo im Alter von 9 Jahren. Am 26.10.74 hatte sie eine asiatische Totgeburt (Vater: "Nobby" (asiatisch). "Sheba's" zweite Trächtigkeit war das Resultat ihrer Paarung mit einem afrikanischen Bullen. "Jumbolina"("Bubbles") kam am 14.8.78 in den Chester Zoo von der Nordrhodesischen Gesellschaft zur Erhaltung von Wildtieren. "Motty" wurde am 11.7.78 geboren. Der Verdacht, daß sie trächtig sei, wurde bezweifelt, weil sie zu dieser Zeit nur von"Bubbles" trächtig sein konnte und Kreuzungen für unmöglich gehalten wurden. "Nobby" war eine Zeit vorher vernichtet worden, so daß er unmöglich der Vater sein konnte.
Die klinische Anzeichen während Sheba's Trächtigkeit bestanden aus einem flüssigkeitsgefüllten Gebiet entlang der ventralen Unterleibswand im Febr. 1978. Bis Mai hielt diese Schwellung an und vergrößerte sich auf 2 Fuß in der Länge und 7-8 inches in der Weite, Am 1.7.78 war die Schwellung weg (nach Gabe oraler harntreibenden Mittel) und ein Anwachsen des Unterleibes wurde registriert, speziell auf der linken Seite.
Einige Monate während der späteren Stadien ihrer Trächtigkeit verbrachte Sheba auf sich allein gestellt. Am 10.7.78 begann die Geburt plötzlich mit dein Ausscheiden einer kleine Menge milchiger Scheidenflüssigkeit, "Motty" wurde um 9.20 auf der äußeren Koppel wn 11.7.78 geboren. Die Membranen des Fötus wurden durch die Pfleger entfernt und die Plazenta folgte fast sofort darauf Die anderen Elefanten wurden hineingenommen weg von"Sheba" und dem Kalb, die draußen blieben. Aus der Größe des Kalbes schloß man, daß es eine Frühgeburt, war(?), Anfänglich wurde stündlich Glukose verabreicht und später an diesem Tag ergänzt durch stündliche Fütterung bestehend aus Kuhmilch, dem Kolostrum von Sheba, Duphalyte (Elektrolyte, Vitaniine, Aminosäuren und Dextrose) und einer Vitaminergänzung (Abidec). Zu dieser Zeit war das Kalb noch nicht gestanden. Um 9.20 am 12.7.78 stand das Kalb und ging nach 36 h Ruhe nach seiner Geburt -während dieser Zeit hatten die Pfleger geholfen und es ermuntert zu stehen, indem sie Stroh unter das Kalb aufgeschüttet hatten-, Am 13,7.78 wurden Sheba und Motty wieder in die Herde integriert auf der äußeren Koppel und später wurde dem Kalb erlaubt das erste Mal in den Stall zu gehen. Die stündliche Fütterung hielt bis 12.30 p.m, am 14.7.78 an, als das Kalb fähig war von"Sheba" das erste Mal zu saugen. Um 10.00 p.m. am 15.7.78 saugte Motty normal und die Flaschenftitterung wurde eingestellt. Eine frühere Laboruntersuchung des Kolostrums ergab:
- Fett 3%
- Nicht fette feste Bestandteile 8,03%
- Feste Bestandteile total 1 1,03%
- Protein 3,27%
- Lactose 2,95%
- Asche 1,81%
Am 18.7.78 entwickelte das Kalb eine Mageninfektior4 die mit oralen und oberflächlichen Antibiotika behandelt wurde. Nach 48 stunden schien sich das Kalb erholt zu haben und fraß und schlief normal. Am 21.7.78 um 9.00 h wurde das Kalb im Koma liegend und sterbend vorgefunden, und obwohl es Extra-Wärme, Herzstimulantien, künstliche Beatmung und Brustmassage bekam, starb es 1 Stunde später. Nach dem Tod wurde eine nekrotische Enterocolitis und E-Koli Septikämie festgestellt. Alles sehr, sehr traurig."
1998-01-17 Derek Lyon, früherer Tierarzt am Chester Zoo.
Mehr über Motty, die asiatisch- afrikanische Kreuzung
"Details des hybridenElefantenkalbs:
Diese Details sind von Phil Walley, Elefantenwärter im Chester Zoo.
"Motty's" Geschichte wurde an drei Stellen publiziert mit Bildern, die klar die gemischten afrikanischen und asiatischen Züge zeigen:Kommentare oder Fragen über Motty, die kreuzung?
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